Angespielt: Spectrobes – Der Ursprung – Wii

Schon etwas verwunderlich, dass es bisher kaum typisches Japano-Rollenspiel-Futter für Nintendos Wii gibt. Es gibt zwar einige Spiele im Anime-Look, diese sind aber oftmals Prügler- oder Action-Adventure-Umsetzungen von bekannten TV-Lizenzen. Nintendos Hausmarke Pokemon – Erfolgsgarant vor allem auf den Handhelds – hat den Wii bisher links liegen gelassen. In diese Lücke springt jetzt Spectrobes – Der Ursprung von Disney. Es ist der erste Teil des Action-RPGs für eine stationäre Konsole. Auf dem Nintendo DS erschienen bereits zwei Teile. Doch wer jetzt Angst hat, er hätte den Anschluss verpasst, wenn er die Handheld-Vorgänger nicht kennt, muss sich keine Sorgen machen. Beim Wii-Debüt werden wie der Namenszusatz „Der Ursprung“ schon erahnen lässt – keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Spectrobes__Origins-Nintendo

Aus welchen Bestandteilen setzt sich das Spiel zusammen?

  1. Die Spectrobes: Die namensgebenden Kreaturen mit besonderen Kräften, die sich in Werten wie Angriff, Verteidigung, Element-Zugehörigkeit und Spezialattacken unterscheiden. Beim Design, dem „Sammelwahn“ und der Möglichkeit, die Spectrobes auf unterschiedlichste Weise zu entwickeln, zeigen sich klare Parallelen zur Pokemon-Serie. In der Art, wie man die Spectrobes findet und im Kampfsystem gibt es aber Unterschiede zu Nintendos Taschenmonstern.
  2. Das Ausgraben: Die Spectrobes sind als Fossilien überall in den Gebieten versteckt. Geortet werden sie durch die Jugendstadien der Spectrobes. Hat man ein Fossil gefunden, muss man das darin enthaltene Spectrobe erst in einem Minispiel freilegen. Dafür stehen einem zahlreiche Werkzeuge wie Bohrer, Hammer oder Gebläse zur Verfügung, die alle per Remote gesteuert werden. Je sorgfältiger und schneller man dabei ist, desto stärker ist das Spectrobe.
  3. Der Kampf: Das Kampfsystem ist im Gegensatz zu Pokemon action-basiert, d.h. es gibt keine sich abwechselnden Rundenmanöver. Trifft man auf Gegner (Krawl genannt), so steuert man seine Figur direkt und hat außerdem noch seine ausgewählten Spectrobes dabei, die man durch kurze Remote-Bewegungen lenkt. Das geht flüssig und unkompliziert von der Hand. Je nach Vorlieben kann man sich sein Team aus den unzähligen Anime-Monstern zusammenstellen.
  4. Der Anime-Look: Das Spiel gibt sich ganz im Stil von japanischen Anime-Serien: Bunte Farben, jugendliche Hauptfiguren und skurrile Monster sind das Markenzeichen des in einem Science Fiction-Szenario angesiedelten Spiels. Dadurch hat das Spiel zwar eher eine jugendliche Zielgruppe, aber ältere Fans von japanischen Action-RPGs sollten sich – nicht nur mangels Alternativen – nicht davon abschrecken lassen und können ruhig einen Blick riskieren.

Vom Spielverlauf ist Spectrobes – Der Ursprung eine Mischung aus typischen Rollenspiel-Gesprächen mit Stadtbewohnern, dem Erforschen von neuen Gebieten, Kämpfen mit den Krawl und natürlich dem ganzen Spectrobe-Drumherum vom Ausgraben über das Heranziehen mit Mineralien und der optimalen Teamzusammenstellung – gepaart mit einer Wii-Steuerung, die von der Remote Gebrauch macht ohne gezwungen zu wirken. Durch die zahlreichen Monsterarten und die verschiedenen Möglichkeiten, diese z.B. durch Mineralien zu verbessern, kann man hier stundenlang rumbasteln und ausprobieren. Wem das zu kompliziert erscheint,  kann sich aber auch einfach mit seinem Lieblings-Biest in die Kämpfe stürzen.

Für Fans von: Pokemon, Japano-RPGs, Sci-Fi-Anime

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~ von rupickman - September 23, 2009.

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