Wenn der Raiden mit der Wonder Woman…

Die Mauer muss weg!

Die Mauer muss weg!

Auf der Games Convention war mir die Schlange auf dem Midway-Stand zu lang, doch kürzlich hatte ich die Gelegenhiet, mir im Rahmen eines Events Mortal Kombat vs. DC Universe anzuschauen. Hinter dem etwas ausufernden Titel versteckt sich der neueste Teil der Mortal Kombat-Reihe, die in Deutschland lange vor Counter Strike das Vorzeige-Objekt der Jugendwächter war, wenn es mal wieder um Gewalt in Videospielen ging.

Für alle Nicht-Comic-Fans: DC Universe – das ist der große Mitbewerber des Marvel-Verlages (das ist der mit Spiderman, den X-Men und so), wenn es um US-Comics geht. In diesem Universum sind so illustre Strumpfhosen-Träger wie Superman, Wonder Woman, Flash, Green Lantern und natürlich der Dunkle Ritter Batman zu Hause. Bei MK vs. DCU treten also diverse Superhelden und -schurken – darunter u.a. Joker und Lex Luthor – gemeinsam mit Sub-Zero und Raiden in den Ring. Viele Hardcore-MK-Fans schrien „Sellout“ bei der Ankündigungs dieses Crossovers, doch nach den ersten Previews haben sich die Wogen deutlich geglättet. Für MK-Verhältnisse ist das Spiel recht harmlos im Umgang mit roten Pixeln, ganz auf die berühmt-berüchtigten Fatalities muss man aber keineswegs verzichten. Noch immer prangt am Ende eines Fights oftmals der Schriftzug „Finish Him!“ auf dem Bildschirm – wer jetzt schnell die richtigen Tasten drückt, beendet das virtuelle Lebens seines Gegenübers auf besonders spektakuläre Weise.

Ich bin wahrlich kein Beat’Em’Up-Profi und Spiele, bei denen ich in Sekundenbruchteilen die Block-Taste drücken muss oder seitenweise Specials auswendig lernen muss, fliegen bei mir ganz schnell wieder aus der Konsole. Deshalb liegt mir ein einsteigerfreundlicher Prügler à la MK oder Soul Calibur viel mehr als Schwergewichte wie Virtua Fighter. Als Comic-Fan habe ich mich sowieso nur auf die DC-Charaktere gestürzt und die MK-Figuren ehrlich gesagt komplett links liegen lassen. Catwoman imponierte vor allem durch ihre weibliche Attribute und ihre Peitsche, mit der sie Gegner aus der Ferne drangsalieren kann. Sehr stimmig fand ich The Flash, der als Special Moves diverse Highspeed-Techniken hat und mir das einzige Erfolgs-Erlebnis des Abends bescherte. Am Spektakulärsten war aber der Kampf zwischen dem Mann aus Stahl und Green Lantern, die sich mit zahlreichen Spezial-Angriffen beharkten: Hitzeblick, Flugmanöver und die Kräfte des grünen Rings machten schon einiges her. Spaßig, dass dabei sowohl die Kostüme als auch die Visagen der Kämpfer nach und nach Spuren der Zerstörung zeigen. Der Joker wirkt zwar nicht so verstörend wie die Leinwandversion von Heath Ledger, mit pinkfarbenen Bomben und zappelndem Siegestanz zeigt sich aber auch hier die kranke Psyche von Batmans Nemesis.

Stages mit mehreren Ebenen kennt man zwar unter anderem schon aus Dead or Alive, aber während dort nur der Aufprall schmerzhaft war, geht es bei MK vs. DCU auch im Sturz beim so genannten Klose Kombat zur Sache. Im Stil der Quick Time Events von Shenmue, God of War etc. behält hier der Spieler die Oberhand, der schnell genug die eingeblendeten Knöpfe drückt.

Mit der Unreal-Engine im Hintergrund sieht das Spiel deutlich weniger bunt und comichaft aus und erinnert im Look mehr an Unreal Tournament als an Genre-Verwandte wie Soul Calibur oder Virtua Fighter.

Wer sich noch vor dem Release des Spiels Ende November auf Xbox 360 und PS3 noch ein Bild von MK vs. DCU machen will, sollte sich mal die wirklich gut gemachte Website anschauen, die in einem coolen 3D-Flash-Stil daher kommt.

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~ von rupickman - November 3, 2008.

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